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Bericht | 8. FORUM und Auftakt des “Netzwerk-Regio”

Eindrücke vom 8. FORUM Regionalmanagement & Wirtschaftsförderung – “Wirtschaftsstandort Dorf neu denken”

Die Fachtagung FORUM des Fachgebiets Regionalmanagement & Wirtschaftsförderung an der HAWK ging 2019 in die nächste Runde. Dieses Jahr mit dem Schwerpunkt: „Wirtschaftsstandort Dorf -vital und Zukunftsfähig!?“. Expertinnen und Experten aus Südniedersachsen und Berlin diskutierten mit den knapp 100 Teilnehmenden über die zukünftigen Perspektiven ländlicher Räume in wirtschaftlicher und sozialer Hinsicht. Aus der Region nahmen Ines Fahning (Agrarsoziale Gesellschaft), Jan Schametat (Zukunftszentrum Holzminden-Höxter) sowie Regina Meyer (Landkreis Göttingen, FB Sozialplanung und Demographie) und Sergei Bojew (SüdniedersachsenInnovationsCampus) teil. Aus Berlin reisten Silvia Hennig (Neuland 21) und Andreas Kuebart (Leibniz-Institut für raumbezogene Sozialforschung, IRS-Erkner) an und vermittelten einen Einblick in die Projekte der „Urbanen Dörfer“ (Neuland 21) und in das Konzept „Open Regions“ (IRS).

Silvia Hennig sprach von “Speckwürfeln”, die dort in ländlichen Räumen entstehen, wo sich Stadtmüde sammeln, um ihren Lebensmittelpunkt ins Dorf zu verlegen. Oft werden dabei ungenutzte Immobilien wiederbelebt und zu einem Treffpunkt zum Wohnen, Arbeiten und für kulturelle Aktionen entwickelt. Wie eng die Entscheidungen für den Wohnort mit den Arbeitsmöglichkeiten und beruflichen Aussichten für Jugendliche und Frauen zusammenhängt, zeigten Jan Schametat und Ines Fahning mit ihren Studien. In den Blitzlichtern von Regina Meyer und Sergei Bojew wurde deutlich, dass Engagierte vor Ort Lösungen für lokale Probleme suchen und finden, sei es durch ehrenamtliche Initiative oder mit Geschäftsmodell, mit Sozialem Unternehmertum. Andreas Kuebart wiederum weitete mit der Entwicklungstheorie der “Offenen Regionen”, die am IRS entwickelt wurde, den Blick für die ständige Veränderung. Innovationsprozesse sind mobil und multilokal, in Zusammenarbeit über Distanzen. So können Regionen also zu unterschiedlichen Zeitpunkten eines Innovationsverlaufs in den Prozess einsteigen und davon profitieren. Von den Rednern der Tagung inspiriert, teilte Prof. Dr. Ulrich Harteisen am Ende seine Vision eines lebendigen sich entwickelnde und innovativen Dorfes der Zukunft.

Auftakt des Vereins “Netzwerk-Regio”

Im Anschluss an das FORUM lud der am 02. Oktober 2019 gegründete Verein „Netzwerk Regionalmanagement und Wirtschaftsförderung e.V.“ kurz: „Netzwerk-Regio“ die Mitglieder und interessierte Gäste zum Jahrestreffen 2019 ein. Lisa Straub von der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung Göttingen begrüßte als Alumna und zweite Vorsitzende des Netzwerks-Regio die 35 Anwesenden und erläuterte die Entwicklungsgeschichte der frischen Vereinsgründung. Bei einer kurzen Aufwärmübung angeleitet durch Gründungsmitglied Sandra Lindemann (Wiss. Mitarbeiterin an der HAWK) lernten sich die anwesenden „Alumni, Studierende und Freunde des Vereins“ in lockerer Runde kennen bevor es wieder an fachliche Themen ging. In Kleingruppen tauschten sich die Teilnehmenden zu Themen wie Innovation, Fördermittelmanagement, Regionalmarketing oder die Entwicklungs- und Bekanntmachungsmöglichkeiten des Masterstudiengangs „Regionalmanagement und Wirtschaftsförderung“ an der HAWK aus. Mathias Dingerdissen (Vorstandsmitglied und Studierender) und Barbara Eickhoff (Schriftführerin und Studierende) moderierten den Nachmittag. Im Anschluss stellte Gründungsmitglied Harry Müller (Gründungsmitglied, selbständiger Berater im Bereich der Windkraftenergie) die wesentlichen Gremien, Rollen und Zwecke des bereits als gemeinnützig anerkannten Vereins vor (diese können in der Satzung nachgelesen werden).

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